Der Herbst zeigt sich in Rust von seiner genussvollen Seite: Am Rathausplatz, am Conradplatz und im Kremayrhaus präsentieren am 3. und 4. Oktober burgenländische Produzentinnen und Produzenten sowie Aussteller ihre Waren. Das „GANS am Neusiedler See – Genuss-Festival Rust“ findet heuer zum elften Mal statt und bildet den Auftakt zum traditionellen Martiniloben in der Region. Von 11 bis 19 Uhr gibt es Handwerk, Speisen und Getränke, der Eintritt ist frei.
Auch der Wein spielt eine zentrale Rolle. Der Weinbauverein Rust lädt an beiden Tagen von 15 bis 16.30 Uhr zu einer kostenlosen, fachkommentierten Weinverkostung am Rathausplatz 17. Ergänzt wird das Programm durch Stadtführungen sowie Musik mit dem Musikverein Freistadt Rust, der Enzenreither Dorfmusik, dem Acoustic Duo Jacky & Joe sowie Tina Well & Wolfgang Glöckl mit Akustik-Pop.
Drei Wochen später, am 23. und 24. Oktober, rückt bei der „Ruster Herbstzeitlos“ der Weinbau noch stärker in den Mittelpunkt. Von 13 bis 19 Uhr öffnen die Ruster Winzer ihre Weingüter und laden zur Verkostung verschiedener Weine ein.
Rust zeigt mit den beiden Events, dass sich auch nach dem Ende der klassischen Sommersaison, ein Besuch mit Genuss und Kultur in der Seestadt verbinden lässt.
Bürgermeister Gerold Stagl (SPÖ).
Gerold Stagl ist Bürgermeister und gleichzeitig Bezirkshauptmann in Rust.
Verteilung der Mandate im Gemeinderat:
SPÖ 9, ÖVP 5, FPÖ 1, FZR 3, Freies Mandat 1
Einwohner:
1892 Haupt- und
948 Nebenwohnsitze (Stand 31.07.2026)
Seehöhe: 123 Meter
Fläche: 20 Quadratkilometer
Partnerstädte:
Kulmbach in Bayern: 1981 gründete Rust mit der deutschen „Bierstadt" eine Partnerschaft
Tokaj in Ungarn: Wie Rust eine Metropole des Süßweins
Kaum ein anderes Stadtbild in Österreich verbindet historische Architektur und gelebten Naturschutz so unmittelbar. Die Horste auf den Dächern gehören zu Rust wie die Bürgerhäuser, die Weinkultur und der Blick auf den See.
Dabei war die Zukunft der Ruster Störche keineswegs immer gesichert. 1959 wurden noch 35 Storchenpaare gezählt. Danach ging der Bestand kontinuierlich zurück. Anfang der 1990er-Jahre waren vier bis sieben Paare zu beobachten, 1994 gerade einmal fünf. Der Verlust von Grünland und damit geeigneten Nahrungsflächen war eine wesentliche Ursache für den Rückgang.
1987 begann eine Entwicklung, die das Bild Ruster Störche bis heute prägt: Ein verletzter Storch wurde von der „Storchenmama“ Lydia aufgenommen und gepflegt. Aus dieser privaten Initiative entstand schließlich die Idee, die Storchenpopulation dauerhaft zu erhalten und kranke oder verletzte Tiere zu versorgen. 1995 wurde der Verein „Storchenfreunde der Freistadt Rust“ gegründet, seit 2000 trägt er den Namen Storchenverein der Freistadt Rust.
Seither ist viel passiert. Aus wenigen Brutpaaren entwickelte sich eine große Population. 2000 konnten erstmals wieder mehr als zehn Paare gezählt werden, 2022 waren es 20 Brutpaaren und 53 Jungstörchen. 2024 schließlich wurde mit 29 Storchenpaaren und 80 Jungstörchen ein außergewöhnliches Rekordjahr erreicht.
Hinter diesen Zahlen steckt viel ehrenamtliche Arbeit. Die Horste werden kontrolliert, gereinigt, desinfiziert und repariert. Wo notwendig, entstehen neue Nisthilfen. Die Storchenstation wird betreut, verletzte Tiere werden versorgt und die Entwicklung der Brutpaare und Jungstörche wird beobachtet. Rund 40 bis 42 Horste gibt es in Rust und weitere Nistmöglichkeiten in den umliegenden Gemeinden.
Doch der Storchenverein kümmert sich nicht nur um die Vögel selbst. Er setzt sich für jene Landschaft ein, die den Störchen das Überleben ermöglicht. Die seenahen Wiesen werden erhalten und beweidet, denn extensiv bewirtschaftetes Grünland ist ein wichtiger Lebensraum und zugleich Nahrungsgrundlage für die Störche. Damit wird Naturschutz in Rust unmittelbar erlebbar – mitten im Stadtgebiet.
Im Frühjahr kehren die Störche aus ihren Winterquartieren zurück, im Sommer hört man ihr Klappern über den Dächern und kann die ersten Flugversuche der Jungstörche beobachten. Ende August beginnt schließlich die Reise Richtung Süden.
Die Störche sind nicht nur dasWahrzeichen von Rust, sondern lebendiger Teil der Stadtgemeinschaft.
Von 20. November bis 20. Dezember verwandelt sich die Ruster Altstadt wieder in eine stimmungsvolle Adventkulisse. Neben dem Adventmarkt am Rathausplatz öffnen ausgewählte Bürgerhäuser, Höfe und Weinbaubetriebe ihre Türen. Ergänzt wird das Angebot durch ein abwechslungsreiches Konzertprogramm. Der Artikel könnte einen ersten Vorgeschmack auf die diesjährigen Besonderheiten geben. Geöffnet ist jeweils freitags bis sonntags, sowie am Montag, 7. Dezember und Dienstag, 8. Dezember von 14 bis 20 Uhr.
Nach einer Pause im Jahr 2026 könnte „Sound of the City“ 2027 wieder in die Freistadt Rust zurückkehren.
Die Veranstaltung wurde über viele Jahre hinweg organisiert und verband Konzerte in historischen Bürgerhäusern mit Ruster Wein und Kulinarik. Die letzte Ausgabe fand am 14. Juni 2025 statt. Nach zahlreichen positiven Rückmeldungen und vielfach geäußertem Wunsch nach einer Fortsetzung beschäftigt sich das Stadtmarketing nun intensiv mit einer Neuauflage dieses besonderen Veranstaltungsformats. Die Planungen laufen, konkrete Details zu Termin, Spielorten und zum musikalischem Programm werden aktuell ausgearbeitet.
Mit Unterstützung von:
Zwischen dem idyllischen Schilfgürtel und der bezaubernden Altstadt von Rust entstehen 15 hochwertige Wohnungen und 22 Reihenhäuser auf Eigengrund. Der See und die Altstadt sind bequem zu Fuß erreichbar – Natur, Lebensqualität und pannonisches Lebensgefühl direkt vor der Haustür.
Besonders nachhaltig: Die Anlage entsteht auf dem bereits genutzten Areal eines ehemaligen Schilfrohrmattenwerks – ohne neue Bodenversiegelung. Bei der Umsetzung wird bewusst auf regionale Unternehmen und heimisches Handwerk gesetzt.
Hochwertige Materialien, zeitloses Design und viel Liebe zum Detail prägen die gesamte Anlage. Auch bei der Energieversorgung wurde auf Nachhaltigkeit geachtet – inklusive Vorrüstung für eine Photovoltaikanlage. Elektrische Außenbeschattung, Insektenschutz und Betonkernaktivierung inklusive. Die intensive Begrünung der gesamten Anlage sorgt für ein angenehm natürliches Mikroklima.
Wie sich das anfühlt, lässt sich bereits erleben: Unser vollständig eingerichtetes Musterhaus mit hochwertigen Tischlermöbeln und Standardausstattung sowie einem fertig angelegten Eigengarten vermittelt einen authentischen Eindruck von Raumgefühl und Ausstattung.
Entdecken Sie Ihr zukünftiges Zuhause beim Open House am 2. Oktober 2026 zwischen 15 und 18 Uhr.
Wir schaffen neuen Wohnraum – verantwortungsvoll, regional und mit Blick auf die vorhandenen Ressourcen.
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Open House: 2. Oktober, 15–18 Uhr
Am Hafen 6–10, Rust
Individuelle Besichtigungen:
denise.steiner@werfring.com
0664 / 889 44 025